Teologanda

Die Fundación Teologanda

Argentinische katholische Theologinnen initiierten 2003 das „Programa de Estudios Teologanda“, um die wissenschaftliche Arbeit von Frauen in der katholischen Theologie in Argentinien zu vernetzen und zu fördern. Vorangegangen waren bereits viele Vernetzungsaktivitäten. Die Initiative hat sich seitdem als wichtige Größe in der argentinischen theologischen Landschaft etabliert. Sie arbeitet eng zusammen mit Theolog*innen anderer Konfessionen, Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Disziplinen und Partner*innen aus der kirchlichen Praxis.

Die Schwerpunkte der vielfältigen Aktivitäten von Teologanda sind:

  • gemeinsame Forschungsprojekte und Publikationen mit Fokus auf Theologie von Frauen und feministische Theologie
  • Fortbildungs- und Vernetzungsangebote v.a. für Theologinnen sowohl in der Wissenschaft als auch darüber hinaus, vor allem halbjährliche Seminartage mit externen Referent*innen
  • Förderung von Theologinnen in den Qualifikationsphasen, unter anderem mit Mentoring und kleinen Forschungsstipendien

Seit 2019 besteht eine offizielle Kooperationsvereinbarung mit der Universidad Católica de Córdoba. Teologanda ist seit 2024 als Stiftung organisiert, um rechtssicher und dauerhaft die umfassende wissenschaftliche Förderung katholischer Frauen in der akademischen Theologie vorantreiben zu können.

Beschreibung der Entstehung und Entwicklung von Teologanda auf Spanisch: Virginia Azcuy (2024): La Fundación Teologanda. 20 años de promoción científica integral de teólogas católicas. In: Di Renzo, Gabriela; Ortiz de Elguea, Eloísa; Carman, Paula (Hg.): Justicia para las mujeres. Desafíos actuales de la ética teológica feminista. Córdoba, Editorial de la Universidad Católica de Córdoba, 241-257.

Zusammenarbeit mit AGENDA

Seit den Gründungstagen besteht ein enger Austausch zwischen Teologanda und AGENDA. Regelmäßig werden Vertreterinnen beider Organisationen zu Seminartagen in Argentinien bzw. zu Hohenheimer Theologinnen-Treffen eingeladen. Bisherige Höhepunkte der Kooperation waren zwei gemeinsame Kongresse in Buenos Aires: 2008 fand ein erster Kongress statt zum Thema „Biografías, Instituciones, Ciudadanía. Teología desde la perpectiva de las mujeres“ (Biographien, Institutionen, Citizenship. Theologie aus der Perspektive von Frauen). Über 250 Teilnehmende aus 18 Ländern kamen zusammen, unterstützt wurde die Veranstaltung unter anderem von Adveniat, der DFG und dem Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland ICALA. 2016 konnte zu einem zweiten Kongress zum Thema „Espacios de Paz. Signos de estos tiempos y relatos de mujeres“ (Friedens-Räume. Zeichen der Zeit und Zeugnisse von Frauen) eingeladen werden, der ähnlich viele Teilnehmende erreichte.

Im Oktober 2026 steht der dritte gemeinsame Kongress an, diesmal in Córdoba und zum Thema „Dignidad y Equidad. Justicia para las mujeres como desafío en la Iglesia y en la sociedad“ (Würde und Gleichberechtigung. Gerechtigkeit für Frauen als Herausforderung in der Kirche und in der Gesellschaft). Zur Kongress-Homepage (auf Spanisch): https://tercercongreso.teologanda.com.ar

Seit 2020 hat sich der Austausch zwischen jungen Theologinnen bei Teologanda und in der Jungen AGENDA intensiviert, erleichtert durch die Zunahme digitaler Formate in der Covid 19-Pandemie. 2024 gab es ein erstes Präsenz-Treffen einiger Vertreterinnen beider Gruppen in Buenos Aires im Rahmen eines gemeinsamen Workshops zum Thema „Respondiendo a los signos de los tiempos: Jóvenes teólogas haciendo teologías“ (Auf die Zeichen der Zeit antworten: Junge Theologinnen machen Theologie). 2025 kam eine Gruppe junger Teologanda-Frauen zu einer Forschungsreise nach Wien mit einem Besuch in Graz, um sich mit dem Theologischen Frauen- und Geschlechterforschungsschwerpunkt zu vernetzen. Anlass der Reise war die Einladung zum 9. Workshop der Katholisch-Theologischen Fakultät Wien Befreiende kontextuelle Theologien zum Thema „Körper(lichkeit): Locus theologicus – Lebensrealität – Territorium“, an dem auch mehrere Junge AGENDA & AGENDA-Mitglieder beteiligt waren. Zu den gemeinsamen Aktivitäten gehört seit 2024 außerdem die jährliche Herausgabe eines „Boletín bibliográfico“, einer Zeitschriftenbeilage mit Kurzrezensionen von Literatur, die für feministische Theologie Relevanz hat.

Aktuelles

3. Kongress Lateinamerikanischer und Deutschsprachiger Theologinnen

Unter dem Titel „Würde und Gleichberechtigung. Gerechtigkeit für Frauen als Herausforderung in der Kirche und in der Gesellschaft“ findet vom 08.-10. Oktober 2026 der 3. Theologinnenkongress in Córdoba, Argentinien statt.

Publikationen

Kongressbände

  • Azcuy, Virginia; Eckholt, Margit (Hg.) (2009): Citizenship – Biographien – Institutionen. Perspektiven lateinamerikanischer und deutscher Theologinnen auf Kirche und Gesellschaft. Zürich/Berlin, LIT Verlag.
  • Virginia R. Azcuy/Margit Eckholt (Hg.) (2018): Friedens-Räume. Interkulturelle Friedenstheologie in feministisch-befreiungstheologischer Perspektive. Ostfildern, Grünewald.
  • Azcuy, Virginia; Eckholt, Margit; Mazzini, Marcela (Hg.) (2018): Espacios de Paz. Lectura intercultural de estos tiempos. Buenos Aires, Ágape.

Digitale Veranstaltungsberichte

Boletín bibliográfico

Kontakt

Website von Teologanda: https://teologanda.home.blog

Kontakt-Team bei AGENDA: Prof. Dr. Katharina Karl, Prof. Dr. Margit Eckholt, Edith Wittenbrink, Mirijam Salfinger (als Vernetzungsbeauftragte der Jungen AGENDA)

Kontakt für Anfragen: geschaeftsfuehrung@agenda-theologinnen-forum.de